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Haut im Stress – warum Entspannung und Fürsorge so wichtig sind.


Haut im Stress - warum Entspannung und Fürsorge so wichtig sind.


Da fahren Menschen aus der Haut, fühlen sich in ihrer Haut nicht wohl oder sind gegenüber einer Beleidigung zu dünnhäutig. Wer buchstäblich aus der Haut fährt, hat dafür regelmäßig einen wichtigen Grund. Auch das sprichwörtliche dicke Fell bezieht sich bei uns Menschen auf die Widerstandsfähigkeit der Haut als letzte Barriere bei der Abgrenzung unseres Körpers zur Umwelt. Wenn etwas nicht juckt, der hat offensichtlich ein Fell, das dick genug ist. Er wird mit physischen und psychischen Belastungen aus der Außenwelt fertig.

Unsere Umgangssprache sowie überlieferte Redewendungen betonen den Zusammenhang zwischen der Haut und der Psyche. Die Haut ist entwicklungsbiologisch eng mit unserem Nervensystem verbunden. Nicht verwunderlich, dass sich Stress auf der psychischen Ebene in körperlichen Veränderungen auf der Haut zeigen kann. Unsere Haut als Spiegelbild der Seele? Diese feste Überzeugung der traditionellen Medizin bestätigt auch die moderne Wissenschaft.

Deshalb wird auch oft davon berichtet, dass die Menschen in der Mittelmeerregion über ihre Ernährung ein höheres Lebensalter erreichen können. In bestimmten Teilen von Japan gibt es ähnliche Hinweise auf eine Beziehung zwischen Alter, degenerativen Erkrankungen und Ernährung

Stress und innere Konflikte scheinen Bedingungen für viele Veränderungen auf der Haut setzen zu können. Diese Erfahrung mache ich in meiner Arbeit als Stress-Coach immer wieder. 

Hier geht es nicht nur um einige stressbedingte, hektische rote Flecken, die nach einer durchlebten Stresssituation schnell wieder verschwunden sind. Es betrifft teilweise langanhaltende, auch chronische Hautbeschwerden, die auf ein Stress-Coaching positiv reagieren können. 

Dabei ermöglicht mir vorrangig das Bio-Feedback, individuelle Stressfaktoren bei meinen KlientInnen zu erkennen und sie über Entspannungstechniken aufzulösen. Stellt sich ein entspannter Zustand ein, berichten meine KlientInnen immer wieder über positive Entwicklungen ihres Hautzustandes. Oft entspannt sich jetzt auch die Haut.

Die Sprache der Haut

Dass unsere Haut eine eigene Sprache spricht, ist keine Annahme aus esoterischen Kreisen. Mediziner und Wissenschaftler versuchen zunehmend, die Haut-Sprache zu verstehen. Sie sehen sich mit einer immer größeren Zahl von Betroffenen konfrontiert, die mit chronischen Hautveränderungen zu tun haben. 

Psoriasis und Dermatitis haben sich mit einem Anteil an der gesamten Bevölkerung von etwa 8 % zu Volkskrankheiten entwickelt. Dabei setzt sich die Erkenntnis immer weiter durch, dass etwa Akne, Ekzeme, Herpes, Neurodermitis und Psoriasis sich auch auf der nicht körperlichen Ebene beeinflussen lassen. Noch sind die Wechselwirkungen zwischen Haut und Psyche nicht im Detail abschließend erforscht. Allerdings kann es als feststehend betrachtet werden, dass es einen Zusammenhang gibt.

Was Biofeedback und Entspannung für die Haut tun können


Als Coach und Biofeedback-Trainerin ergeben sich vielmehr Möglichkeiten, über Biofeedback und verschiedene andere Methoden den Faktor Stress im Kontext der Haut zu beeinflussen. Dabei gilt es in einem ersten Schritt, die individuellen Stressreize jedes Klienten zu identifizieren. Stress ist nicht gleich Stress. 

Stressfaktoren sind persönlich und intensiv mit der inneren Bewertung einer Situation verbunden. Was den einen stresst, lässt den anderen kalt. Nicht jedem geht der Stress unter und auf die Haut. 

Es kann eine wichtige Erfahrung sein, den Einfluss von Stress auf die Haut individuell anzusehen. So bekommt die Haut die Aufmerksamkeit und Fürsorge, die sie so dringend benötigt. Damit wir uns entspannt in Haut und Körper fühlen.