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Migräne und Stress – Warum Biofeedback so positive Impulse setzen kann!


Migräne und Stress - Warum Biofeedback so positive Impulse setzen kann!


Stress gilt als einer der am häufigsten genannten Triggerfaktoren für Migräne. Darauf weisen verschiedene wissenschaftliche Übersichtsarbeiten und Studien hin.
Das subjektive Empfinden muss nicht immer mit dem tatsächlichen Stresslevel übereinstimmen. Außerdem stellt sich auch noch die Frage, ob Stress in der Erholungsphase nach einem Stressereignis nicht verstärkt zu Migräneattacken führen kann. Diesen möglichen Zusammenhang stellte bereits eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2014 her.

Gleich, von welcher Seite man es betrachtet, Migräne und Stress scheinen auf einer bestimmten Ebene miteinander verknüpft zu sein. Die Biofeedback-Methode kann hier an verschiedenen Stellen ansetzen. Dabei geht es nicht nur um die mögliche Senkung der Anfallsfrequenz und Schmerzintensität bei Migräneattacken. Es geht vor allem auch darum, individuelle, möglicherweise unbewusste Stressfaktoren zu finden.

Möglichkeiten der Biofeedback-Methode bei Migräne


Wie zum Beispiel die griechische Biofeedback-Expertin Dr. Violetta Anninou in einem informativen Artikel ausführt, kann Biofeedback Menschen in die Lage versetzen, bestimmte körperliche Prozesse wie Blutdruck, Muskelspannung und Herzschlagrate willkürlich zu beeinflussen.

Sie hat dazu auch verschiedene wissenschaftliche Studien zum Thema Migräne und Biofeedback ausgewertet.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19935987/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1027443/

Normalerweise gelten Funktionsbereiche wie Körpertemperatur und Herzschlag als unwillkürlich, weil sie dem vegetativen Nervensystem unterstellt sind. Ob wir es wollen oder nicht, wir reagieren ohne unser Zutun auf stressende oder ärgerliche Ereignisse zum Beispiel mit einem erhöhten Puls oder einem steigenden Blutdruck.

Über Biofeedback und eine damit einhergehende tiefe Entspannung kann es möglich werden, auch auf diese Körperfunktionen bewusst Einfluss zu nehmen. Außerdem wird in Biofeedback-Sitzungen deutlich, welche Stressfaktoren individuell besonders dazu beitragen, Körperfunktionen nachteilig zu verändern.

Biofeedback hilft dabei nicht nur, die eigenen Stresstrigger zu erkennen. Über die tiefe Entspannung, die damit möglich wird, lassen sich viele Stressreaktionen umkehren. Dr. Anninou zeigt auf, dass so über Biofeedback auch die Frequenz von Kopfschmerzattacken und die Schmerzintensität gesenkt werden können.

Eine Methode ohne Nebenwirkungen

Wer von Migräne betroffen ist, kennt die möglichen Nebenwirkungen und nicht gewünschten Effekte einer starken medikamentösen Therapie. Darüber hinaus können Arzneimittel bei Migräne immer nur die Symptome bekämpfen und setzen nicht an den dahinterstehenden physiologischen Mechanismen an.

Beispielsweise ist bekannt, dass sich der Blutfluss zum Gehirn im Zusammenhang mit einer Migräneattacke verändert. Wie Dr. Anninou erläutert, kann Biofeedback Training Menschen in die Lage versetzen, selbst auf diesen Blutfluss Einfluss zu nehmen und damit die Schmerzattacke besser zu beherrschen.

Nebenwirkungen wie bei dem Einsatz von Schmerzmitteln gegen Migräne sind dabei nicht bekannt.

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